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Ausbildungsberuf Orthopädieschuhmacher/ -schuhmacherin

Der Beruf des Orthopädieschuhmachers/ der Orthopädieschuh-

macherin ist ein verhältnismäßig junger Handwerksberuf, beidem

sowohl medizinische als auch technische Aspekte mit einfließen.

Dabei  ist der Orthopädieschuhmacher Fachmann für Fuß und Bein.

Bei seiner Arbeit hat er aber immer den ganzen Menschen im Blickfeld,

denn Fußprobleme wirken sich auf den ganzen Körper aus.

Die Liste der Versorgungsarten , die einem Orthopädieschuhmacher zur

Verfügung stehen, ist lang. Sie reicht von kleinen Fußhilfen über

Einlagen, Bandagen, orthopädischen Zurichtungen am

Konfektionsschuh, die Herstellung von Stabilisierungselementen und

Orthesen,  bis hin zu orthopädischen Maßschuhen. Auch die

medizinische Fußpflege und die Kompressionsversorgung gehören zu

den Leistungen des Orthopädieschuhtechnikers.

Neuordnung der Ausbildung:

Die neuen Ausbildungsinhalte orientieren sich an den medizinischen

und technischen Entwicklungen im Bereich Orthopädieschuhtechnik

und stellen die Ausbildung auf eine moderne, auch an zukünftigen

Erfordernissen orientierte Grundlage. Insbesondere das

Medizinproduktegesetz, das am 1. Januar 1995 in Kraft trat, bewirkte

eine Veränderung und Erweiterung der Oualifikationsanforderungen in

diesem Beruf und brachte für die Orthopädie-Schuhtechnik neue und

verantwortungsvolle Aufgaben mit sich.

 

Orthopädieschuhmacher und Orthopädieschuhmacherinnen entwickeln

in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt orthopädische

Versorgungen an Fuß und Bein, um die Rehabilitation von Patienten zu

verbessern. Es werden verstärkt technische Werkstoffe und neue

Materialien eingesetzt, die keine toxischen Eigenschaften besitzen

dürfen. Die Bearbeitung der für moderne Hilfsmittel erforderlichen

Kunststoffe wird vielfältiger und anspruchsvoller. 

Der Patientenkreis der Orthopädieschuhmacher und

Orthopädieschuhmacherinnen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten

erheblich geändert: nicht mehr Kriegsversehrte stehen im Vordergrund,

sondern zunehmend gehbehinderte Menschen mit Neuropathie,

Rheuma oder Sportverletzungen. Die fachgerechte Versorgung von

Diabetes-Patienten und Allergikern erfordert spezielle Fertigkeiten und

Kenntnisse, z.B. die der medizinischen Fußpflege. Die Betreuung der

Patienten und die enge Zusammenarbeit mit dem Facharzt stellen eine

wichtige Aufgabe von Orthopädieschuhmachern und

Orthopädieschuhmacherinnen dar, die ein gewisses Maß an

medizinischem Wissen und psychologischem Einfühlungsvermögen

erfordert.

Auch die wachsende Bedeutung des Oualitätsmanagements und

Umweltschutzes für diesen Beruf resultiert aus den oben genannten

Veränderungen der Orthopädieschuhtechnik.

Die Vielseitigkeit der Krankheitsbilder erfordert bei jeder Versorgung

eine andere Herangehensweise, zumal die Behinderungen in ihrer

Darstellung oft sehr unterschiedlich sind. Situationsgerechtes Denken

und Handeln werden deshalb von jedem Orthopädieschuhmacher und

jeder Orthopädieschuhmacherin erwartet, um zu einer optimalen

Versorgungsstruktur zu kommen.

Der medizinische und technische Fortschritt im Bereich

Orthopädieschuhtechnik hat auch die Weichen für weitere fachliche

Entwicklungen gestellt. Die versorgungstechnischen Maßnahmen am

menschlichen Körper verlangen viel Einfühlungsvermögen beim Umgang

mit dem Patienten. Die Neuordnung des Berufsbildes beinhaltet

deshalb nicht nur die neuesten technischen Entwicklungen, sondern

auch die Ausbildung handlungskompetenter Mitarbeiter. Denn

Flexibilität und fachliche Kompetenz im

Orthopädieschuhmacherhandwerk sind notwendig, um die

Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Ausbildungsdauer:

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Beim Vorliegen bestimmter

Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich.

Ausbildungsvergütung:

Von 400,- €  im ersten Ausbildungsjahr, bis 660,- € im vierten

Ausbildungsjahr.

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